Beschichtungen laserbeschriften
Laserbeschriftung auf beschichteten Oberflächen
Viele Bauteile sind beschichtet, bevor sie beschriftet werden: eloxiert, lackiert, pulverbeschichtet, verchromt, brüniert oder mit TiN versehen. Die Beschichtung schützt, färbt oder härtet die Oberfläche, und sie macht die Beschriftung zur eigenen Aufgabe. Wir kennzeichnen Bauteile mit dem Laser auf solchen Oberflächen, mit Seriennummern, Logos, Texten, Symbolen und Codes, als Einzelteil, Muster oder Serie
So funktioniert der Laser auf Beschichtungen
Bei den meisten Beschichtungen trägt der Laser die Schicht punktgenau ab und legt den Untergrund oder eine darunterliegende Farbe frei. So entsteht ein deutlicher Kontrast, zum Beispiel helles Metall auf schwarzem Eloxal. Bei manchen Oberflächen verändert der Laser die Schicht auch nur in der Farbe, ohne sie abzutragen. Entscheidend sind Schichtdicke, Härte und Farbe der Beschichtung und der Untergrund. Wir prüfen Ihr Teil deshalb gerne vorab an einem Muster.
Eloxal: kontrastreich auf farbigem Aluminium
Eloxierte Oberflächen sind für den Laser ein Klassiker. Der Laser legt das helle Metall frei oder verändert die Schicht, so entsteht eine saubere, kontrastreiche Beschriftung, besonders gut sichtbar auf schwarzem Eloxal. Auch auf farbigem Eloxal (Rot, Blau, Grün) sind Kennzeichnungen möglich.
Lack und Pulverbeschichtung
Auf lackierten und pulverbeschichteten Teilen trägt der Laser die Farbschicht ab, sodass der Untergrund oder eine Grundierung sichtbar wird. Pulverbeschichtungen sind meist dicker als Lackschichten, daher ist das Ergebnis stärker vom Aufbau abhängig. Wichtig: Nach dem Abtragen liegt der Untergrund frei. Wenn das Teil im Freien oder in feuchter Umgebung eingesetzt wird, sollten Sie klären, ob ein zusätzlicher Korrosionsschutz nötig ist.
Chrom, TiN und Brünierung
Verchromte, TiN-beschichtete und brünierte Teile sind oft Funktions- oder Werkzeugteile. Hier ist die Beschichtung dünn, hart oder schützend und sollte durch die Beschriftung möglichst wenig geschwächt werden. Wir stimmen mit Ihnen ab, wo und wie beschriftet wird, und prüfen bei Bedarf ein Muster. Bei Chrom- und Brünierschichten ist zu beachten, dass die Beschriftung die Schutzwirkung an dieser Stelle unterbricht. Gefährdungsbeurteilung und Absaugung gehören bei solchen Beschichtungen besonders sorgfältig geregelt, das ist Ihre Aufgabe im Betrieb.
Beschriften vor oder nach dem Beschichten?
Es kommt auf Zweck und Beschichtung an. Wird vor dem Beschichten gekennzeichnet, kann die Beschriftung überdeckt oder verändert werden, etwa durch Lack oder Eloxal. Wird danach beschriftet, entsteht der Kontrast direkt in der fertigen Schicht, dafür muss die Schicht den Laser vertragen. Wir beraten Sie, welche Reihenfolge für Ihr Teil sinnvoll ist.
Das brauchen wir für Ihr Angebot
Am besten schicken Sie uns ein Muster des beschichteten Teils oder eine Zeichnung mit Lage der Beschriftung, dazu die Daten: Text, Nummernkreis, Code oder Logo. Teilen Sie uns Untergrund, Art und Farbe der Beschichtung, Schichtdicke (wenn bekannt), Bauteilgröße und Stückzahl mit. Haben Sie nur ein Teil und wissen nicht genau, welche Beschichtung es trägt, melden Sie sich trotzdem, wir finden gemeinsam eine Lösung
